Die Logik des Misslingens

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Dietrich Dörner beschreibt in “Die Logik des Misslingens” Denkprozesse in komplexen Situationen. Anhand ausgewählter psychologischer Experimente und realen Beispielen, wie dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl, schildert er die notwendigen Schritte zur Bewältigung der Situation und erläutert typische Denkfehler. Hieraus entwickelt Dörner keinen neuen Denkstil oder eine Kreativtechnik a la 5-W oder Q5P-Methode, sondern plädiert für die pragmatische Nutzung des gesunden Menschenverstandes.

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Kerngedanken, die der Author auf interessante und unterhaltsame Weise herleitet, sind:

  • Es ist notwendig sich zu Beginn seine Ziele klarzumachen.
  • Oft bestehen zwischen Zielen Kontradiktionen, die ein gleichzeitiges Erreichen aller Ziele unmöglichen machen. Man sollte also lernen Kompromisse zu schließen.
  • Man muss Schwerpunkte bilden. Die Auswahl der Schwerpunkte kann man nicht dauerhaft beibehalten, sondern muss sie wechseln.
  • Beim Umgang mit einer komplexen Situation sollte man sich ein Modell der Situation schaffen, welches Neben- und Fernwirkungen berücksichtigt.
  • Informationen sollte man im richtigen Auflösungsgrad suchen - weder zu grob, noch zu fein.
  • Allzu abstrakte Modelle führen über kurz oder lang zu Problemen.
  • Oft haben Geschehnisse in einem bestimmten Bereich auch mehrere Ursachen. Man sollte sein Modell daher nicht vorschnell auf eine zentrale Ursache reduzieren.
  • Bei der Sammlung von Informationen ist nicht nur der Auflösungsgrad wichtig, sondern auch die zu sammelnde Menge. Diese sollte weder zu gering, noch zu umfangreich sein.
  • Der Mensch neigt zu “horizontalen” und “vertikalen” Fluchtbewegungen. Man sollte lernen, sich in solchen Situationen zu kontrollieren.
  • Oft tut man nur deshalb etwas, um sich zu beweisen, dass man etwas tun kann.
  • Eingeübte Routinen passen nicht auf jede neue Situation. Man sollte sich daher vor Methodismus hüten.
  • Es ist wichtig eigene Fehler zu analysieren und daraus Schlüsse über das eigene Denken und Handeln zu ziehen.

Fazit: Absolut lesenswert

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